VW Automobile Hannover GmbH plant an der Stadtgrenze zu Laatzen ein Autohaus mit großflächigem Neu- und Gebrauchtwagenverkauf sowie einer Werkstatt und einem Parkhaus. Das moderne Mobilitätszentrum wird vier Elektroladestellen bereitstellen und soll eine große Fotovoltaikanlage auf dem Dach haben. 115 Mitarbeiter und fünf Auszubildende unter 18 Jahren sollen beschäftigt werden – das sind etwa 20 Arbeitsplätze mehr als bisher am alten Standort des Autohauses von Bischoff & Hamel an der Hildesheimer Straße 349.

„Es bestehe noch Beratungsbedarf …“, so zogen die Sozialdemokraten in der letzten Märzsitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel gemeinsam mit den Grünen die Drucksache für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für ein neues VW-Autohaus an der Hildesheimer Straße 451 in die Fraktion. Während der Bezirksratssitzung am 14. März waren der Projektmanager und der Geschäftsführer von VW Automobile Hannover anwesend und boten sich an, bestehende Fragen zu beantworten. Es wurde auch eine Sitzungsunterbrechung angeboten, um Gelegenheit für eine interne Beratung zu geben. Aber keine Chance: Die SPD blieb dabei, die Drucksache von der Tagesordnung zu ziehen.
„Was um Himmels willen möchte die SPD jetzt noch klären? Die Verwaltung und das Unternehmen haben alle Fragen in der Sitzung beantworten können“, zeigt sich Gabriele Jakob irritiert, Fraktionsvorsitzende der CDU im Bezirksrat Döhren-Wülfel. Hierzu macht auch Dr. Stefanie Matz, CDU-Ratsfrau und ebenfalls Mitglied des Bezirksrats in Döhren-Wülfel, deutlich: „Erst gibt es die in Hannover schon obligatorische Zeitverzögerung durch die langsame städtische Bauverwaltung und nun toppt die SPD-Fraktion die Planungs- und Bauzeitverlängerung um weitere zwei Monate durch ein solch unprofessionelles Verhalten. Ich bedaure es außerordentlich, dass sich die Grünen diesem Machtspielchen angeschlossen haben. Dem Unternehmen VW Automobile Hannover wird der Start in unserem Stadtbezirk ordentlich vermiest!“
Die CDU zeigt sich von der Präsentation des Neubaus hingegen begeistert. Jakob hierzu deutlich: „Wir können sehr zufrieden damit sein, da wir einen modernen Bau mit besseren Energiestandards und der Möglichkeit der umweltfreundlichen Fotovoltaik-Stromerzeugung auf das frühere Iveco-Areal bekommen. Hinzu werden auch noch gut 20 Arbeitsplätze geschaffen und die zusätzlichen Ausbildungsplätze kommen auch Schulabgängern aus unserem Stadtbezirk zu Gute. Ein modernes Autohaus in Döhren sei eine echte Aufwertung des Stadtbezirks und hat sicher eine Ausstrahlungskraft bis weit in die südliche Region.“
 

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