Toepffer: Streik schadet Messestandort Hannover

Oberbürgermeister lässt klare Worte vermissen

Dirk Toepffer, MdL
Dirk Toepffer, MdL
Der stellvertretende Vorsitzende der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Dirk Toepffer, hat den für Donnerstag angekündigten Warnstreik im hannoverschen Nahverkehr kritisiert. Toepffer sagte: „Bei allem Respekt vor der Tarifautonomie – den Schaden, den Hannover durch den Streik nehmen wird, halte ich für unverantwortlich.

Dass ausgerechnet während der weltweit größten Computer-Messe Busse und Bahnen stillstehen, wird Hannovers Ruf als renommierter Messestandort massiv beschädigen. Die Gewerkschaft nimmt zudem in Kauf, dass sich Hannover vor den Augen der Weltöffentlichkeit bis auf die Knochen blamiert, wenn Zehntausende Besucher Stunden benötigen, um ein paar Kilometer zum Messegelände zurückzulegen.“

Dass Hannover Schauplatz des Ausstands werden soll, liege nach Meinung des CDU-Fraktionsvizes indes nicht allein am Großereignis CeBIT. „In Hannover hat sich unter der Ägide von Oberbürgermeister Weil eine regelrechte Streik-Kultur etabliert“, sagte Toepffer und erinnerte an die fragwürdige Personalversammlung vom Herbst 2010, zu der Stadt und Region Hannover Mitarbeiter ihrer Verwaltungen eingeladen hatten. Mit 570.000 Euro – so ergab seinerzeit eine CDU-Anfrage an die Landesregierung – schlug die Versammlung in Form von ausgefallener Arbeitszeit für den Steuerzahler zu Buche.

Insofern sei es kaum überraschend, dass Hannovers Oberbürgermeister auch heute klare Worte im Streik vermissen ließe, so Toepffer. „Außer ein paar windelweicher Sätze in Richtung Verdi ist von Herrn Weil nichts zu hören. Offensichtlich ist das Verhältnis zu seinem ehemaligen Dezernenten-Kollegen Frank Bsirske zu eng, als dass er ihm politisch etwas abverlangen könnte.“

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