CDU-Mitglieder besichtigen die JVA Sehnde

Einen freiwilligen Besuch hinter Gittern haben Anfang März 20 Mitglieder und Gäste der CDU-Ortsverbände Döhren-Wülfel und Mitte gemacht. Gemeinsam wurde die erst im Jahr 2004 errichtete hochmoderne Justizvollzugsanstalt (JVA) in Sehnde vor den Toren Hannovers besichtigt und ein Eindruck von den Lebensumständen der Inhaftierten gewonnen.

Nach ersten allgemeinen Informationen über den rund 103,5 Millionen Euro teuren Gebäudekomplex, der sich auf über 15 Hektar erstreckt und für maximal 534 männliche Häftlinge ausgelegt ist, wurden den interessierten Teilnehmern von der Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit der JVA, Ines Leitner, zahlreiche Bereiche der JVA gezeigt und erläutert. Die Besichtigung nicht alltäglicher Art führte nicht nur in den Wohnbereich der Häftlinge und die Hochsicherheitszellen sondern auch durch die Produktionsstätten und zur Sporthalle. Die Besucher bekamen einen Eindruck davon, was es bedeutet eingeschlossen zu sein. So musste die Gruppe während des rund zweistündigen Rundganges mehrfach zunächst an verschlossenen Türen warten, bis die letzte Tür, durch die man gerade noch ging, verschlossen war, damit dann erst die nächste Tür geöffnet werden konnte.
Die Teilnehmer erfuhren auch, dass die Inhaftierten nicht nur einfach weggeschlossen werden, sondern dass sie in der JVA auch die Möglichkeit erhalten einen Schulabschluss nachzuholen, die deutsche Sprache zu erlernen und eine Ausbildung zu absolvieren. Auch zahlreiche ehrenamtlich Tätige bieten den Insassen verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten an, die zu einem menschenwürdigeren Haftalltag und zu einer späteren Resozialisierung in die Gesellschaft beitragen.

Die Mitglieder und Gäste der CDU waren von dem Besuch sichtlich beeindruckt und fuhren mit einer anderen Vorstellung vom Leben hinter Gittern nach Hause. Man war sich einig, höchstens wieder als Besucher in die JVA Sehnde kommen zu wollen.

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